Ein zunächst gescheitertes Projekt kommt jetzt doch noch ins Rollen ...

Aktualisiert: Jan 9



Liebe Kunden und Freunde von PC-GANZ


Im Mai 2019 hatte ich den Selbstversuch gestartet, und er war schon nach kurzer Zeit kläglich gescheitert. Ich wollte mich von meinem Smartphone verabschieden, oder besser gesagt lösen. Wieder selber denken und mehr von Hand schreiben. Ich machte mir grosse Sorgen um mein bisschen Rest-Hirn. Wollte ich wirklich bis ans Ende meines Lebens alle Kommunikation, Planung und Wegweisung diesem Teufelsgerät überlassen? Nein!

Der Versuch scheiterte dann an dem Navigationsgerät aus der Mittelklasse, welches ohne Internet-Verbindung keinen Stau und nix erkannte. Damals war mir so etwas noch wichtig. Heute lache ich darüber und habe jetzt meinen Versuch ab 01. Januar 2021 erneut aufgenommen. Und so habe ich ihn umgesetzt:


+ Seit erstem Januar trage ich meine Termine in einen Terminkalender aus Papier (!!) ein. Den muss ich dann natürlich immer dabei haben, denn das Handy wird mich nicht mehr an die Termine erinnern.


+ Auf meinem Smartphone habe ich alle Apps entfernt, die ich auch über den PC bedienen kann, banking, fb, instagram, nur whatsapp ist noch drauf, da das nicht ohne Smartphone funktioniert und für mich schon ein sehr praktisches Werkzeug ist. Auch mein privates Mailkonto rufe ich nur noch über PC ab.


+ Da ich doch für Kundenbesuche in der Region Kreuzlingen - Frauenfeld - Weinfelden ein Navi brauche, aber alle herkömmlichen Navis im Vergleich zu der Navigation mit dem Handy komplett auf der Verliererbahn laufen, hab ich einfach das billigste für 69.- CHF genommen. Das genügt zur Not.


+ Die wichtigste Entscheidung war für mich, auf dem Handy die sogenannten "mobilen Daten" auszuschalten. Das bedeutet, dass, sobald keine Wlan-Verbindung mehr vorhanden ist, ich ausser Anrufe und SMS keinerlei Nachrichten mehr erhalte. Erst wenn ich wieder zuhause oder im Büro Wlan-Empfang habe, trudeln die Nachrichten ein. Das ist eine sehr grosse gefühlte Entspannung. Und trotzdem kann ich auf die Nachrichten in angemessener Zeit reagieren. Als erfreulicher Nebeneffekt konnte ich mein Handy-Abo von 40.- CHF auf 10.- CHF monatliche Kosten reduzieren.



Die erste Woche der Testphase fühlt sich absolut gut und entspannt an. Ich muss noch dazu sagen, dass ich dem Smartphone oft auch nicht widerstehen konnte. Ich hab nicht gespielt oder Newsapps benutzt oder so, aber einfach ständig draufgeschaut. Natürlich mit den ganzen Apps und Konten kam auch laufend etwas herein. Einen kleinen Zwang hatte ich in puncto Erreichbarkeit für meine Kinder entwickelt. Aber die beiden habe ich informiert, dass wenn es dringend ist, sie dann einfach direkt anrufen müssen, aber eben nicht über whatsapp ... :) ... Ich bin gespannt wie lange wir überhaupt noch klassische Telefonleitungen nutzen werden können. Mal sehen.



Ich bin sehr froh, dass ich den Versuch noch einmal angegangen bin, und im Moment fühlt es sich so an, dass ich es schaffen werde, das durchzuziehen. Natürlich gibt es unglaublich viele nützliche Apps, aber vor allem nützlich aus Bequemlichkeit. Die meisten von ihnen sind nicht lebenswichtig, und Sie haben sich selbst sicher auch schon einmal gefragt, wie das denn vor den Handies war? Da hat unser Leben ja auch funktioniert.


Und falls Sie gerade nicht wissen, welches Buch Sie als nächstes lesen sollen, dann kann ich Ihnen zu diesem Thema den Neurowissenschaftler Manfred Spitzer empfehlen: "Digitale Demenz" und "Cyberkrank!" ... besser als ein Horrorfilm ...




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