Sichere Passwörter, die Sie sich merken können!




Liebe Kunden und Freunde von PC-GANZ


Hier ein Beitrag, den ich Ihnen schon einmal vor Jahren habe zukommen lassen. Doch das Thema "sichere Passwörter" ist immer aktuell. Daher hier die Anleitung, wie Sie nicht nur sichere Passwörter erstellen, sondern sich auch alle Ihre Passwörter merken können. Viel Spass beim Lesen und Ausprobieren!



Fakt ist: Programme, die Ihre Passwörter speichern und verwalten, sind sehr riskant. Schafft es ein Krimineller, dieses Programm zu knacken oder schlampt der Hersteller bei der Sicherheit, besteht Zugriff auf alle Ihre Passwörter. Eine Katastrophe. Das Gleiche gilt für aufgeschriebene Passwörter.


Das Ziel muss daher sein, dass Sie sich alle Ihre unterschiedlichen Passwörter merken können, ohne diese irgendwo abzuspeichern oder aufzuschreiben. Das hört sich anspruchsvoller an, als es tatsächlich ist.


Hier zeige ich Ihnen, wie Sie das anstellen.



Ihre neuen Passwörter müssen eine Struktur aufweisen, mit der Sie jegliches Passwort - für welchen Dienst auch immer - ableiten können. Das tolle an dieser Art Passwortstruktur ist, auch wenn ich Ihnen das hier im Detail erkläre, dass nur Sie Ihre Passwörter aus dieser Struktur ableiten können.


Also, los geht's:



Schritt 1: Zuerst denken Sie sich einen Satz aus, zu dem Sie "eine Beziehung" haben. Soll heissen, den Sie sich gut merken können. Zum Beispiel (aber wirklich nur als Beispiel:):


Ich wurde in New York geboren / Spagetti Napoli ist meine Lieblingsspeise / Aufräumen mag ich gar nicht / Meine Kinder sind die liebsten auf der Welt ... usw.


Für unser Beispiel nehmen wir jetzt einfach mal diesen Satz: Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich den blauen Himmel



Schritt 2: Von diesem ausgesuchten Satz filtern Sie nun die ersten Buchstaben der Wörter - jeweils in Gross- und Kleinbuchstaben - aus. Das ergibt bei unserem Satz: WiadFssidbH


Eventuelle Satzzeichen lassen Sie zunächst weg. Später mehr dazu.


Das ist schon eine ganze Menge an Buchstaben (11). Das gesamte Passwort sollte mindestens 12-stellig sein, maximal 16-stellig (hier gibt es je nach Anbieter-Login diverse Mindestanforderungen an ein Passwort).


Jetzt geht es weiter:



Schritt 3: Zu diesem Buchstaben-Stamm kommen nun noch Zahlen. Wenn Ihr ausgesuchter Satz schon recht lange ist, dann genügen hier 2 Zahlen (ansonsten 4 Zahlen). Da Ihr Passwort am Ende so unverschämt komplex ist, dass sich sogar das FBI daran die Zähne ausbeissen würde, können Sie hier wirklich eine "abgedroschene" Zahl wie z.B. Ihr Geburtsjahr nehmen.


Diese Zahl fügen Sie ganz nach Lust und Laune in den Buchstaben-Stamm ein. Also entweder davor setzen, oder dahinter, oder einen Teil davor, den anderen Teil dahinter, ganz wie Sie wollen.


Da mein Buchstaben-Stamm mit "WiadFssidbH" schon recht lang ist, füge ich nur 2 Zahlen an (68) und teile diese auf, eine Zahl davor, eine dahinter. Das ergibt: 6WiadFssidbH8



Wichtig! Dieser Stamm "6WiadFssidbH8" bleibt bei jedem Passwort gleich und ist so schon kaum knackbar (aktuell bräuchte die Software eines Kriminellen mehrere Jahre dafür).




Ab jetzt kommt der individuelle Teil.



Schritt 4: Dieser Schritt individualisiert Ihr Passwort für den jeweiligen Anbieter, also z.B. UBS, Skype, Bluewin, Gmail, Kantonalbank, LeShop, Youtube, Facebook, usw. usw.


Nehmen Sie nun nach Ihrer Wahl Buchstaben aus dem Namen des Anbieters, mindestens 2, maximal 3 Buchstaben. Z.B. die ersten beiden und den letzten Buchstaben (was bei "UBS" dann einfach "ubs"ergäbe :) oder bei "Facebook" "fak").


Diese Buchstaben bauen Sie wiederum an Ihr neues Passwort, immer nach dem gleichen Schema, dass heisst an die gleiche Stelle. In unserem Fallbeispiel teile ich die Buchstaben auf und hänge 2 vorne an und einen Buchstaben hinten.


Das ergibt für z.B. das Bluewin-Login das bombastische und super sichere Passwort: bl6WiadFssidbH8u